Zentral oder dezentral?

Diese Energiewende muss Bestand haben

Energiewende ist eigentlich immer. Erst nutzte der Mensch Holz, um sein Lagerfeuer und später seinen kleinen Ofen und Herd zu befeuern. Dann wurden und werden nach und nach die fossilen Energieträger gefunden und verbraucht. Eine Energiewende im großen Stil, ein großer Schritt zur veränderten Energienutzung steht derzeit an. „Energiewende – Wohin nur sollen wir uns wenden?“, fragt sich so mancher Bürger verunsichert und überlegt sich, auf welche Ener­gie­träger er zukünftig setzen soll. Dezentral soll sie vor allem sein, die Ener­gie­wen­de. So lau­tet die Vor­gabe. Lan­ge Trans­port­we­ge sol­len zudem ver­mie­den wer­den. Es gilt, Wärme, Kälte und Strom dezentral zu erzeu­gen und dezentral zu verbrauchen. Wenn es denn machbar ist, ist das eine gute Lösung.

Gerade in städtischen Ballungsgebieten und großen Industriezentren wird diese Lösung zu manchen Schwierigkeiten führen. Vorhandenen Netze, Stromtrassen und Erdgasleitungen, sind Systeme, die einen guten Anteil an den Energietransporten übernehmen können, auch in Zukunft.

Es sollte nicht der Fehler gemacht werden von der Ideologie „alles zentral“, in die Ideologie „alles dezentral“ zu verfallen. Viel­mehr geht es da­rum, einen vernünftigen, gut ausbalancierten Weg zu fin­den, der ressourcenschonend zu einer langfristigen, zu­ver­lässi­gen, ökologischen und öko­no­mi­schen Energieversorgung führt. Denn dann hat diese Energie­wende möglicherweise lang­fristig Bestand.

Ausbalancierte Energielösungen
können sowohl zentrale als auch dezentrale Elemente beinhalten!
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