VDI kritisiert Jens Spahn für Aussagen zur Heizungsförderung
04.12.2024Unions-Fraktionsvize Jens Spahn (CDU) sorgte bei einer Veranstaltung der Wärmepumpen-Branche in der vergangenen Woche für Aufsehen. Nach einem Bericht des Vereins Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) wolle seine Partei die jüngste Novelle des Gebäudeenergiegesetzes, das konkrete Vorgaben für neu eingebaute Heizungen enthält, im Fall eines Wahlsiegs rückgängig machen und die Heizungsförderung stark reduzieren. Einen Fokus auf Wärmepumpen sähe die CDU nicht. Spahn plädierte für „grünes Öl“. Der VDI kritisiert diese Aussagen, denn laut Verband sorgen diese für Verunsicherung in der gesamten Branche und Bevölkerung.
Der VDI spricht sich für weitere Fördermaßnahmen in der Transmission des Wärmebereiches aus.
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In Deutschland gibt es zwischen 19 und 19,5 Mio. Wohngebäude – rund 75 % von ihnen werden von Heizungen warmgehalten, die mit fossilen Brennstoffen wie Öl, Erdgas oder Kohle betrieben werden. Der VDI weist auf die Problematik hin, dass rund ein Sechstel (15 %) des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 im Gebäudesektor entsteht (Alle Angaben bezieht der VDI aus dem Dena-Gebäudereport 2024). Der VDI hat einen Faktencheck rund um den Einbau von Wärmepumpen erstellt, welcher auf der Webseite des Verbands eingesehen werden kann.